Prävention und Früherkennung

Grauer und grüner Star – was ist das?

Grauer und grüner Star – was ist das?

Der graue und der grüne Star sind Augenerkrankungen, die unentdeckt bis zur Erblindung führen. Sie entwickeln sich schleichend über Jahre hinweg. Beide Krankheiten können bei Vorsorgeuntersuchungen frühzeitig erkannt und eine Erblindung so verhindert werden.

Was bedeutet das Wort „Star“?

  • Das Wort „Star“ kommt aus dem Mittelalter. Es bedeutete damals „starr“ und hat nichts mit der Vogelart zu tun. Der Begriff „Star“ für die Augenkrankheit leitet sich vielmehr von dem „starren Blick“ ab, den völlig erblindete Patienten haben.

Was ist der graue Star?

  • Der graue Star, auch Katarakt genannt, ist eine Eintrübung der ursprünglich klaren Augenlinse. Die Linse des Auges hat die gleiche Funktion wie die Linse des Fotoapparates: Sie soll im Auge ein scharfes Bild erzeugen. Wird die Linse trüb, verliert das gesehene Bild zunehmend an Schärfe. Patienten die am grauen Star leiden, haben deshalb das Gefühl, alles durch einen Schleier zu sehen, der immer dichter wird. Ihre Umgebung erscheint grau in grau.
  • Viele Patienten bemerken auch, dass sie nachts beim Autofahren viel stärker geblendet sind als früher, plötzlich lichtempfindlicher oder kurzsichtiger sind. Wer solche Symptome an sich feststellt, sollte seine Augen untersuchen lassen. Denn eine Linsentrübung kann die Sehschärfe drastisch vermindern.
  • Obwohl der graue Star prinzipiell in jedem Lebensalter auftreten kann, ist er meist eine Folge des ganz normalen Alterungsprozesses der Linse. Im Alter von 65 Jahren wird bei fast jedem Menschen eine Linseneintrübung festgestellt. Warum sich die Linse im Lauf von Jahren oder Jahrzehnten eintrübt, ist aber noch nicht vollständig geklärt. Augentropfen oder Tabletten helfen beim grauen Star nicht.
  • Der einzige Weg, die Augenkrankheit zu behandeln, ist eine Operation. Beim Eingriff wird die trübe Linse durch eine Kunstlinse ausgetauscht. Dieser Eingriff zählt heute zu den häufigsten Operationen überhaupt und ist entsprechend sicher.

Was ist der grüne Star?

  • Der grüne Star, auch Glaukom, ist eine Augenerkrankung, die im fortgeschrittenen Stadium die Netzhaut und den Sehnerv zerstört. Schuld daran ist ein erhöhter Augeninnendruck.
  • Dieser schädigt das Nervengewebe, welches dann nicht mehr alle Informationen an das Gehirn weitergeben kann. So kommt es zu den für das Glaukom typischen Gesichtsfeldausfällen, also dunklen Punkten oder schwarzen Flecken. Warnzeichen für ein Glaukom sind auch bunte Ringe oder Höfe um Lichtquellen. Zu den möglichen Ursachen zählen Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Bluthochdruck oder eine langfristige Kortisontherapie.
  • Der grüne Star bleibt lange unbemerkt und entwickelt sich schleichend. Bis man die Sehstörungen selbst wahrnimmt, ist die Erkrankung schon weit fortgeschritten. Die Sehrstörung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.
  • Entscheidend ist deshalb die Früherkennung. Je früher das Glaukom festgestellt wird, desto größer ist die Chance, die Sehleistung zu erhalten.
  • Zur Behandlung verordnen Augenärzte Augentropfen oder Tabletten. Helfen diese nicht (mehr), wird der Arzt eine Operation vorschlagen. Bei der Operation wird der Abfluss des Augenkammerwassers erleichtert und so der Druck gesenkt.

Beim Grauen Star oder auch Katarakt lässt die Sehschärfe durch eine Trübung der Augenlinse nach. Beim Grünen Star, dem Glaukom, hingegen kommt es zu Gesichtsfeldausfällen und Schäden des Sehnervs durch erhöhten Augeninnendruck.

Glaukom – Früherkennung ist wichtig

Glaukom – Früherkennung ist wichtig

Das Glaukom, auch grüner Star genannt, ist eine Augenerkrankung. Sie tritt vor allem im höheren Lebensalter auf. Sie ist tückisch, da sie sich nicht durch Schmerzen bemerkbar macht und dem Patienten schleichend das Augenlicht nimmt. Ein Glaukom muss frühzeitig erkannt und behandelt werden, denn einmal verlorene Sehkraft kann nicht wieder zurückerlangt werden.

Was ist ein Glaukom?

  • Beim Glaukom ist der Augeninnendruck erhöht. Bei der Erkrankung kommt es zum schleichenden Verlust des Augenlichtes über einen längeren Zeitraum.
  • Ohne Therapie kann ein Glaukom die Nervenzellen der Netzhaut und des Sehnervs für immer schädigen. Das Sehvermögen verschwindet zunächst punktuell, dann breiten sich die Lücken im Gesichtsfeld flächenartig aus.
  • Das Gesichtsfeld ist der Sehbereich, den das Auge bei unbewegtem Geradeausblick wahrnimmt. Ein Glaukom tut nicht weh und wird vom Augenarzt meist nur zufällig entdeckt. Entsprechend hoch ist die Dunkelziffer.
  • Etwa 50 Prozent aller Glaukome bleiben unerkannt. In Deutschland ist das Glaukom die zweithäufigste Ursache für Erblindung.

Wer sollte sich untersuchen lassen?

  • Ein Glaukom kann grundsätzlich jeder Mensch bekommen. Dennoch haben bestimmte Personen ein höheres Risiko, ein Glaukom zu entwickeln.
  • Folgende Faktoren erhöhen das Risiko für ein Glaukom:
  • Höheres Alter
  • Glaukom in der Familie
  • Leicht erhöhter Augeninnendruck als Vorstadium eines Glaukoms
  • Chronische Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck
  • Starke Kurzsichtigkeit
  • Langzeitbehandlungen mit Kortison

Wie wichtig sind Früherkennung und Behandlung?

  • Ab einem Alter von 40 Jahren sind regelmäßige Untersuchungen beim Augenarzt empfehlenswert. Er kann die Erkrankung frühzeitig feststellen. Der Augenarzt untersucht den Sehnerv am Augenhintergrund, misst den Augeninnendruck und kann im Verdachtsfall auch überprüfen, ob der Patient bereits beginnende Gesichtsfeldausfälle hat.
  • Stellt der Arzt ein Glaukom fest, wird er zunächst versuchen, mit Medikamenten (in der Regel Augentropfen) den Augeninnendruck zu senken. Regelmäßig angewendet können sie ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung verhindern. Reicht die Wirkung der Augentropfen nicht aus, um den Innendruck zu senken, muss über eine operative Therapie nachgedacht werden.

Wer sollte sich vom Augenarzt untersuchen lassen?

Glaukomerkrankungen nehmen mit steigendem Alter zu. Ab 40 Jahren sollte man sich daher regelmäßig untersuchen lassen. Auch wer Familienmitglieder mit einer Glaukomerkrankung hat oder unter Diabetes oder Bluthochdruck leidet, sollte seinen Augenarzt besuchen. Brillenträger mit starker Kurzsichtigkeit sollten ebenso achtsam sein.

Stand 08.2010

Augenhintergrund-Untersuchung – was ist zu sehen?

Augenhintergrund-Untersuchung – was ist zu sehen?

Bei der Untersuchung des Augenhintergrunds (Ophthalmoskopie) betrachtet der Augenarzt die Innenseite des Augapfels. Dabei beleuchtet er mit einem Spiegel den Hintergrund der Augenhöhle. So kann er wichtige, von außen unsichtbare, Regionen des Auges beurteilen: die Netzhaut mit ihren Gefäßen, die Eintrittsstelle des Sehnervs ins Auge sowie den Sehnervkopf.

Wichtige Untersuchung

  • Die Untersuchung des Augenhintergrundes ist einerseits wichtig im Rahmen von Augenerkrankungen und andererseits, um Komplikationen am Auge im Rahmen anderer Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Bluthochdruck festzustellen.
  • Zu den Augenerkrankungen zählen:
    • altersbedingte Makuladegeneration (der Gelbe Fleck ist geschädigt)
    • Netzhautrisse und -löcher
    • Netzhautablösung
    • Tumore im Auge
    • Entzündungen der Netzhaut
    • Verschluss der großen Blutgefäße der Netzhaut
  • Bei den folgenden Erkrankungen sollte der Augenhintergrund untersucht werden, um Komplikationen am Auge möglichst frühzeitig zu erkennen:
    • Bluthochdruck
    • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • erhöhter Hirndruck (gekennzeichnet durch eine Vorwölbung des Sehnervs ins Augeninnere)

Spiegel und Linsen

  • Für die Untersuchung erhellt der Arzt das Auge mit einer Lichtquelle, die entweder direkt im Spiegel (dem sogenannten Augenspiegel) enthalten ist oder wie eine Taschenlampe schräg vor das Auge gehalten wird. Um die Untersuchung zu erleichtern, träufelt der Arzt ein Medikament ins Auge, das die Pupillen erweitert. Diese Pupillenerweiterung hält einige Stunden an. Während dieser Zeit kann der Patient nicht klar sehen und darf deswegen beispielsweise nicht Auto fahren.
  • Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Techniken, den Augenhintergrund zu untersuchen:
    • Bei der direkten Augenhintergrund-Untersuchung verwendet der Arzt einen elektrischen Augenspiegel, den er direkt vor das Auge des Patienten hält. Mit diesem Instrument erhält er ein Bild in 14- bis 16-facher Vergrößerung. Zwar kann man mit dieser Methode nur kleine Ausschnitte betrachten, dafür lassen sich jedoch Einzelheiten in der Mitte der Netzhaut besonders exakt beurteilen.
    • Bei der indirekten Augenhintergrund-Untersuchung hält der Arzt mit ausgestrecktem Arm eine Lupe vor das Patientenauge und betrachtet den Augenhintergrund aus etwa 60 Zentimeter Entfernung. Bei dieser Untersuchung erhält der Arzt einen guten Überblick über den gesamten Augenhintergrund, allerdings ist die Vergrößerung deutlich geringer, nämlich maximal 4,5-fach.
  • Oft wird der Augenhintergrund beim Augenarzt im Rahmen der Spaltlampenuntersuchung mit betrachtet. Dies ist ein Gerät, bei dem ein Mikroskop zusammen mit einer Lichtquelle eine Untersuchung des Auges ermöglicht. Der Patient muss sein Kinn nur auf einer Stütze ablegen und in das Gerät schauen.

Der Augenhintergrund

  • Der Arzt beurteilt die hinteren Regionen des Auges, d. h. alles, was der Pupille gegenüberliegt. Hierzu zählen:
    • die Netzhaut (Retina). Sie kleidet den nicht sichtbaren hinteren Teil des Augapfels aus. Sie enthält Millionen von Sinneszellen (Stäbchen und Zapfen), die wesentlich am Sehen beteiligt sind.
    • die Blutgefäße der Netzhaut.
    • die Eintrittsstelle des Sehnervs. Diese Stelle wird auch „blinder Fleck“ genannt, da sich an dieser Stelle des Augenhintergrundes keine Sehzellen befinden. Der Sehnerv leitet die Bilder von den Sinneszellen der Netzhaut ins Gehirn.
    • die Makula, der sogenannte gelbe Fleck. Das ist die Stelle des schärfsten Sehens.

Bei der Untersuchung des Augenhintergrunds werden die Pupillen des Patienten durch Augentropfen erweitert, damit der Arzt besser in das Auge hineinsehen kann. Bis die vollständige Sehschärfe wiederhergestellt ist, vergehen einige Stunden, in denen der Patient beispielsweise nicht selbst autofahren darf. Die Untersuchung des Augenhintergrunds dauert nur wenige Minuten und ist völlig schmerzlos.

Diabetes und Auge

Diabetes und Auge

Diabetes mellitus, auch Zuckerkrankheit genannt, kann viele weitere Erkrankungen nach sich ziehen. Besonders das Auge ist durch den erhöhten Blutzuckerspiegel gefährdet. Die hohen Zuckerwerte führen dazu, dass feine Blutgefäße im Auge zerstört werden. Mediziner nennen diese Folgeerkrankung diabetische Retinopathie. Jährlich erblinden viele Tausend Diabetiker, weil ihre Zuckerwerte nicht gut eingestellt sind. Deshalb sind die regelmäßige Überprüfung der Werte und die Untersuchungen beim Augenarzt besonders wichtig.

Diabetes mellitus

  • Bei der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) kann der mit der Nahrung aufgenommene Zucker nicht mehr ausreichend von den Körperzellen verwertet werden. Der überschüssige Zucker sammelt sich im Blut an. Mit der Zeit schadet dies dem Körper.
  • Bestimmte Organe sind besonders anfällig. Die Nieren, das Herz-Kreislauf-System und das Nervensystem können dabei in Mitleidenschaft gezogen werden.
  • Es sind zwei Typen von Diabetes mellitus zu unterscheiden:
    • der stärker unter jungen/jüngeren Personen verbreitete Typ 1
    • der Typ 2, den sogenannten Alterszucker, der trotz dieses Namens auch schon bei jüngeren Menschen auftreten kann

Was hat das Auge damit zu tun?

  • Diabetes betrifft das gesamte Nerven- und Gefäßsystem des Körpers und damit auch das Auge, da die sehr kleinen Gefäße am Auge geschädigt werden können. Nahezu ein Drittel aller Fälle von Blindheit in Europa ist auf eine Zuckerkrankheit zurückzuführen – damit ist sie die häufigste Ursache für Erblindungen in Industrieländern.
  • Im Auge werden besonders die kleinen und kleinsten Blutgefäße beschädigt. Dadurch erhält die Netzhaut des Auges nicht mehr genügend Nährstoffe. Die Gefäße werden durch den Einfluss der Zuckerkrankheit porös und undicht, wobei es zu Blutungen kommen kann. Der Körper versucht das Problem selbst zu reparieren, was die Schädigung jedoch nur noch verschlimmert. Hohe Zuckerwerte schädigen auch die Nerven, sodass die Augenmuskeln gelähmt werden können.

Augenerkrankungen durch Diabetes

  • Man unterscheidet verschiedene Stadien und Ausprägungen der Augenerkrankung als Folge eines Diabetes:
    • Anfangs kommt es zu Aussackungen bei den Gefäßen, Blut sickert aus den Äderchen und schädigt das Augengewebe. Es kann zu kleinen Gefäßverschlüssen kommen, sodass die Netzhaut nicht mehr genügend mit Nährstoffen versorgt wird. Dieses Vorstadium wird „nicht-proliferative diabetische Retinopathie“ genannt. Die Betroffenen bemerken dies meist gar nicht, während der Augenarzt dies schon frühzeitig erkennen kann.
    • Später versucht der Körper, durch Wachstum von neuen Gefäßen die Unterversorgung des Auges zu beheben. Die neuen Gefäße wachsen aber auch aus der Netzhaut heraus in den Glaskörper des Auges, wo es leicht zu Blutungen kommen kann. Diese Form nennt man „proliferative diabetische Retinopathie“.
    • Netzhautablösung: Die neu gebildeten Gefäße üben Zug auf die Netzhaut aus, sodass diese sich ablösen kann – das Sehvermögen sinkt plötzlich stark.
    • Ist die Retinopathie stark fortgeschritten, kann das sogenannte Kammerwasser möglicherweise nicht mehr aus dem Auge abfließen. Dadurch steigt der Augeninnendruck stark an, der Sehnerv wird beschädigt oder gar zerstört.
    • Makula-Ödem: Die Makula ist die Stelle des schärfsten Sehens. Wenn die Veränderungen bis dorthin reichen und an dieser Stelle Flüssigkeit austritt (Ödem), geht die Fähigkeit verloren, Dinge zu fokussieren und scharf zu sehen.
    • Grauer Star (Katarakt): Die Linsentrübung ist eine typische Alterskrankheit, sie kommt aber bei Diabetikern mit erhöhter Häufigkeit vor.
    • Sind die Nerven, die zu den Augenmuskeln führen, geschädigt, kann es zu Doppelbildern kommen.

So macht sich die diabetische Augenkrankheit bemerkbar

  • Fatalerweise verursacht die Zuckerkrankheit am Auge zunächst keine Beschwerden, die den Betroffenen auffallen. Erst im Verlauf der Erkrankung, aber dafür sehr plötzlich, kann sich die Sehfähigkeit verschlechtern.
  • Folgende Symptome können auftreten:
    • Langsamer und schleichender Sehverlust: Viele ältere Menschen nehmen das gar nicht wahr. Sie führen das schlechtere Sehen auf ihr Alter zurück. Es kann jedoch ein Anzeichen dafür sein, dass die Netzhaut geschädigt ist.
    • Plötzlicher Sehverlust oder Verdunkelung in einem Bereich des Gesichtsfeldes weisen darauf hin, dass sich die Netzhaut bereits ablöst oder die Stelle des schärfsten Sehens Schaden erlitten hat.
    • Blitze, „fliegende schwarze Mücken“ und „Rußregen“ kommen bei Netzhautablösung und Blutungen vor.
    • Bei erhöhtem Augeninnendruck treten Schmerzen auf.

Was kann man selbst tun?

  • Die folgenden Punkte sollten Diabetes-Patienten beachten, um Komplikationen bei ihrer Erkrankung möglichst zu vermeiden bzw. das Eintreten langfristig hinauszuzögern.
    • Gut eingestellte Zuckerwerte: Unbedingt die Empfehlungen des Arztes zu Ernährung, Behandlung mit Medikamenten und körperlicher Betätigung befolgen.
    • Normaler Blutdruck: Zu hohen Blutdruck konsequent behandeln.
    • Verzicht auf Rauchen: Gerade bei Zuckerkrankheit ist es sehr wichtig, nicht zu rauchen. Rauchen beschleunigt die Zerstörung der Gefäße und damit die Verschlechterung des Sehvermögens.
    • Regelmäßige Besuche beim Augenarzt: Gibt es noch keine Hinweise auf eine Augenschädigung, reicht ein Besuch beim Augenarzt pro Jahr aus. Sind die Augen bereits in Mitleidenschaft gezogen, muss man häufigere Untersuchungen durchführen lassen.

Behandlungsmöglichkeiten

  • Für die einzelnen Erkrankungen gibt es jeweils spezielle Verfahren, wie etwa Lasertherapie, die chirurgische Entfernung von wuchernden Gefäßen und Blutungen oder Medikamente. Allen ist gemeinsam: Sie halten die Entwicklung nicht auf, sondern beseitigen nur die Folgeschäden.
  • An Medikamenten für die diabetische Retinopathie wird derzeit intensiv geforscht. Möglicherweise lassen sich die gefährlichen Gefäßneubildungen durch neue Medikamente in Zukunft ganz verhindern.

Nehmen Sie als Diabetiker die möglichen Folgeschäden für das Auge sehr ernst. Durch gute Einstellung von Zucker und Blutdruck sowie regelmäßige Untersuchungen beim Augenarzt kann sich der Verlauf der Schädigung deutlich verlangsamen.

Konjunktivitis – Ursachen und Behandlung

Konjunktivitis – Ursachen und Behandlung

Die Konjunktivitis ist eine Entzündung der Bindehaut des Auges. Sie äußert sich typischerweise mit einem geröteten Auge und ist die häufigste Augenerkrankung überhaupt. Die Behandlung sollte immer durch den Augenarzt erfolgen, da sich hinter einem „roten Auge“ in seltenen Fällen auch schwerwiegendere Augenerkrankungen verbergen können.

Ursachen einer Konjunktivitis

  • Die durchsichtige Bindehaut bedeckt den vorderen Teil des Augapfels sowie die Innenseite des Ober- und Unterlides. Das Auge ist ständig zahlreichen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Daher können viele Ursachen zu einer Bindehautentzündung führen:
    • Krankheitserreger: Bakterien, Viren oder Pilze
    • Allergien, z. B. Heuschnupfen
    • Äußere Reize wie beispielsweise Rauch, Staub, Kälte, Zugluft, trockene Luft, UV-Licht
    • Überbelastung durch Sehfehler, z. B. latentes Schielen, nicht korrigierte Fehlsichtigkeiten wie Kurz- oder Weitsichtigkeit

Wie äußert sich eine Konjunktivitis?

  • Typisches Symptom einer Bindehautentzündung ist das gerötete Auge, das durch eine vermehrte Durchblutung der Bindehaut hervorgerufen wird. Abhängig von der Ursache besteht häufig das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben, das Auge tränt, brennt oder juckt und morgens sind die Augenlider verklebt. Seltener tritt ein krampfhafter Lidschluss auf.
  • Allergische Formen der Konjunktivitis treten meist beidseitig auf. Wird die Erkrankung durch Krankheitserreger verursacht ist der Beginn oft einseitig. Die Erkrankung betrifft aber in vielen Fällen später beide Augen.

Welche Therapie hilft?

  • Eine Konjunktivitis, die durch Viren hervorgerufen wird und oft in der Folge eines grippalen Infekts auftritt, heilt häufig ohne spezielle Therapie nach einigen Tagen ab. Unterstützend kann der Patient künstliche Tränen ins Auge tropfen oder kalte Kompressen anwenden.
  • Da Patienten mit Bindehautentzündung ihre Augen häufig wischen und reiben, geben sie die Krankheitserreger schnell an andere Personen weiter. Daher ist bei viraler Bindehautentzündung eine penible Hygiene zur Vermeidung der Ansteckung besonders wichtig.
  • Die eher selten auftretenden Bindehautentzündungen durch Bakterien werden mit breit wirksamen antibiotikahaltigen Augentropfen oder -salbe behandelt. Auch diese Form ist meist sehr ansteckend.
  • Bei einer allergischen Bindehautentzündung sollte man die allergieauslösende Substanz meiden. Gegen die Beschwerden helfen kalte Kompressen oder spezielle, vom Augenarzt verschriebene Augentropfen. In Zusammenarbeit mit einem Allergologen kann auch eine Desensibilisierung gegen die entsprechende Substanz erfolgen.
  • Auch bei einer Konjunktivitis, die durch äußere Reize verursacht wird, sollte man sich keiner extrem staubigen, verrauchten oder zugigen Umgebung aussetzen. Hilfreich sind häufig kalte Kompressen und künstliche Tränen als Augentropfen.
  • Manchmal ist eine Bindehautentzündung lediglich die Folge einer anderen Augenerkrankung. Besteht ein Sehfehler, kann der Augenarzt diesen meist durch die Verordnung einer Brille beheben. Damit verschwindet dann auch die Bindehautentzündung.

Was kann man als Patient tun?

  • Tritt ein gerötetes Auge auf, sollte man den Augenarzt aufsuchen und nicht ohne ärztlichen Ratschlag Augentropfen anwenden. Augentropfen gibt es mit sehr unterschiedlichen Wirkstoffen, die in Abhängigkeit von der Erkrankung und Ursache ausgewählt werden müssen.
  • Manchmal kann sich hinter einem geröteten Auge auch eine ernsthafte Augenerkrankung wie beispielsweise ein akuter Glaukomanfall (plötzliche Steigerung des Augeninnendruckes mit Gefahr der Erblindung) oder die Entzündung eines anderen Teils des Auges verbergen.
  • Vermeiden Sie möglichst, die Augen zu reiben, auch wenn es schwer fällt.
  • Benutzen Sie nur frische Augentropfen und –salben. Entsorgen Sie nach dem Behandlungsende angebrochene Medikamente.
  • Verwenden Sie keine Mittel, die einem Angehörigen verschrieben wurden, auch dann nicht, wenn die gleichen Beschwerden vorliegen.

Die Entzündung der Bindehaut am Auge ist eine häufige Erkrankung. Die Ursachen sind vielfältig, von Krankheitserregern wie Viren und Bakterien bis zu Allergien. Die Behandlung ist je nach Ursache unterschiedlich. Daher sollte beim Auftreten von geröteten und tränenden Augen ein Augenarzt aufgesucht werden.

Laseroperation – für jeden geeignet?

Laseroperation – für jeden geeignet?

Mit einer Laseroperation am Auge können Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung korrigiert werden. Mittlerweile ist das operative Verfahren mit einem sogenannten Excimer-Laser anerkannt und kann mit wenigen Ausnahmen bei den meisten fehlsichtigen Personen angewendet werden.

Was ist eine Fehlsichtigkeit?

  • Um ein Objekt scharf sehen zu können, muss es im Auge exakt auf der Netzhaut an der inneren Rückwand des Augapfels abgebildet werden. Bei einer Kurzsichtigkeit wird das einfallende Licht zu schwach gebrochen, bei einer Weitsichtigkeit zu stark, sodass das Licht nicht genau auf der Netzhaut auftritt. In beiden Fällen ist vom fixierten Gegenstand dann kein scharfes Bild zu sehen.

Möglichkeiten, eine Fehlsichtigkeit zu korrigieren

  • Die meisten Patienten wählen Augengläser, mehr als jeder zweite Deutsche trägt eine Brille. Auch weiche oder harte Kontaktlinsen sind für viele Fehlsichtige eine beliebte Möglichkeit, scharf zu sehen. Allerdings ist die Pflege relativ aufwändig und daher nicht jedermanns Sache. Viele Fehlsichtige würden gern ohne diese Korrekturhilfen auskommen. Eine Möglichkeit ist die Laseroperation. Mit ihr kann die Brechkraft der Hornhaut so verändert werden, dass anschließend der fixierte Gegenstand wieder scharf auf der Netzhaut abgebildet wird.

Für wen ist eine Laser-Behandlung geeignet?

  • Die Brechkraft wird in Dioptrien (abgekürzt: dpt) gemessen. Ist das Auge kurzsichtig, so steht vor den Dioptrienwerten ein Minuszeichen (-). Bei Weitsichtigkeit werden die Werte mit einem Pluszeichen (+) angegeben. Eine Excimer-Laser-Behandlung kann bei einer Kurzsichtigkeit von bis zu -8 dpt, bei einer Weitsichtigkeit von +3 bis +4 dpt sowie bei einer Hornhautverkrümmung von +3 bis +4 dpt durchgeführt werden. Der häufigste Grund bei Patienten, sich für diese Operation zu entscheiden, ist die größere Unabhängigkeit von Brille und Kontaktlinsen. Auch kosmetische oder berufliche Gründe spielen eine Rolle.
  • Grundsätzlich ist nicht jeder Patient für eine Laser-Behandlung des Auges geeignet. Folgende Faktoren können eine OP ausschließen:
    • Patienten unter 18 Jahren, bei denen das Auge noch wächst
    • instabile Fehlsichtigkeit mit sich noch ändernden Brechwerten
    • Grauer Star (Katarakt)
    • Grüner Star (Glaukom)
    • chronisch fortschreitende Hornhauterkrankung
    • sehr dünne Hornhaut
    • fortschreitende Makuladegeneration

Wann kommt die OP nicht in Betracht?

  • Nicht jede Fehlsichtigkeit kann durch eine Laser-OP korrigiert werden. Wenn die Hornhaut zu dünn ist oder andere Augenkrankheiten wie Grüner Star oder Netzhautdegeneration bekannt sind (siehe oben), kann keine Laser-OP erfolgen.
  • Bei unrealistischen Erwartungen des Patienten sollte die OP nicht erfolgen. Das Operationsergebnis wird nie besser sein als die Sehkorrektur mit der besten Brille.

Was geschieht bei einer Laser-Operation?

  • Das gebräuchlichste Verfahren zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit ist die Laser in-situ Keratomileusis (LASIK) mit dem Excimer-Laser. Bei einer Kurzsichtigkeit flacht der Arzt mit dem Laser die Wölbung der Hornhaut ab, bei einer Weitsichtigkeit wird die Hornhaut ringförmig abgetragen und damit steiler. Die Korrektur des Brechfehlers wird also direkt an der Hornhaut vorgenommen. Im günstigsten Fall muss der Patient nach dem Eingriff keine Brille oder keine Kontaktlinsen mehr tragen. Allerdings tritt auch bei einer erfolgreichen Operation bei vielen Menschen im Alter von 45 bis 50 Jahren eine Alterssichtigkeit auf. Hier hilft keine Operation, sondern nur eine Brille bzw. Kontaktlinsen.

Eine Laser-Behandlung der Augen kann mit einigen Ausnahmen bei den meisten Menschen mit einer Kurzsichtigkeit von bis zu -8 dpt, mit einer Weitsichtigkeit von +3 bis +4 dpt oder mit einer Hornhautverkrümmung von +3 bis +4 dpt durchgeführt werden.

Netzhautablösung – erste Warnzeichen

Netzhautablösung – erste Warnzeichen

Bei einer Netzhautablösung hebt sich die lichtempfindliche Schicht im Auge von ihrem Untergrund ab. Die Sehfähigkeit verschlechtert sich zunehmend bis hin zur Erblindung. Je schneller die Netzhautablösung erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Warnzeichen, die einen Arztbesuch erfordern, sind Lichtblitze, dunkle Flecken vor den Augen sowie ein Schatten an der Seite oder am unteren Rand des Gesichtsfeldes.

Was ist die Netzhaut?

  • Die Netzhaut kleidet den Augapfel von innen aus, ähnlich wie eine Folie. Sie enthält lichtempfindliche Zellen, die Farben und Kontraste wahrnehmen und so das Sehen ermöglichen. Löst sich die Netzhaut von ihrer Unterlage, dem sogenannten Pigmentepithel, verschlechtert sich das Sehen. Ohne entsprechende Behandlung kann man blind werden.

Verschiedene Ursachen

  • Bevor die Netzhaut sich ablöst, bekommt sie häufig erst Risse oder Löcher. Als Folge davon kann Augenflüssigkeit unter die Netzhaut fließen und sie von ihrer Unterlage abheben. Auch Blutungen im Auge können ein Grund sein, dass sich die Netzhaut ablöst.
  • Es gibt einige Risikofaktoren, die eine Netzhautablösung begünstigen. Hierzu zählen:
    • Kurzsichtigkeit mit mehr als zwei Dioptrien Gläserstärke
    • eine Operation wegen Grauem Star (Linsentrübung, Katarakt)
    • Verletzungen, Entzündungen oder eine Geschwulst am Auge
    • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • erbliche Belastung, die sich häufig zeigt, wenn nahe Verwandte an Netzhautablösung leiden
    • zunehmendes Alter: Der Glaskörper, der den Augapfel ausfüllt, beginnt zu schrumpfen und sich von der Netzhautoberfläche zu lösen. Dabei kann die Netzhaut einreißen.

Unübersehbare Warnsignale

  • Wenn der schrumpfende Glaskörper an der Netzhaut zieht, nimmt der Betroffene unter Umständen Lichtblitze wahr. Das bedeutet noch nicht, dass sich die Netzhaut bereits abgelöst hat, sie steht aber unter mechanischer Belastung und sollte durch einen Augenarzt kontrolliert werden.
  • Dunkle, bewegliche Flecken, auch als Rußregen bezeichnet, erscheinen im Gesichtsfeld, wenn geringe Mengen Blut aus den Netzhautgefäßen austreten. Das Gesichtsfeld ist der Bereich, den man ohne Augenbewegungen überblicken kann. Das Risiko, dass sich die Netzhaut ablöst, steigt mit Auftreten der Symptome an. Etwas später kann sich das Gesichtsfeld einschränken. Das wird von den Betroffenen meist als ein schwarzer Vorhang beschrieben, der sich von der Seite vor das Auge schiebt. Mitunter nehmen sie auch eine schwarze Wand wahr, die sich von unten her aufbaut.
  • Diese Erscheinungen sind Alarmzeichen, die den Betroffenen unverzüglich zum Augenarzt oder in die Augenklinik führen sollten. Da die lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut ausschließlich von der unter ihr liegenden Pigmentschicht versorgt werden, erhalten diese Zellen bei einer Netzhautablösung zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe und werden dadurch geschädigt. Die Netzhaut muss möglichst schnell wieder an ihrer Unterlage befestigt werden.

Welche Therapie wird angewendet?

  • Kleinere Löcher und Einrisse können mit dem Laser behandelt werden. Das ist ein kleiner Eingriff, der ambulant durchgeführt werden kann und für den keine Betäubung notwendig ist.
  • Hat sich die Netzhaut bereits abgelöst, muss operiert werden. Dabei werden die äußere Augenwand und die Netzhaut einander wieder angenähert. Dazu verwendet der Arzt häufig kleine Befestigungsringe (Cerclage) oder Plomben aus Silikon. In komplizierten Fällen entfernt er den Glaskörper und füllt das Auge mit speziellen Gasen oder Flüssigkeiten, sodass sich die Netzhaut wieder an die Augenwand anlegt.

Warnzeichen einer drohenden oder stattgefundenen Netzhautablösung sind:

  • Lichtblitze
  • dunkle Flecken vor den Augen
  • ein schwarzer Vorhang, der sich von der Seite vor das Auge schiebt
  • der Eindruck einer von unten aufsteigenden schwarzen Wand.

Warum muss eine Pupillenerweiterung mit Augentropfen erfolgen, was ist zu beachten?

Warum muss eine Pupillenerweiterung mit Augentropfen erfolgen, was ist zu beachten?

Der Augenarzt kann eine Reihe von Erkrankungen des Auges feststellen, indem er den Augenhintergrund genau untersucht. Dazu ist es notwendig, die Pupille mit Augentropfen zu erweitern, um einen besseren Einblick ins Auge zu haben. Dann leuchtet der Augenarzt mithilfe eines Augenspiegels den Augenhintergrund aus. So kann er die Netzhaut mit ihren Gefäßen, die Eintrittsstelle des Sehnervs und die Stelle des schärfsten Sehens (gelber Fleck oder auch Makula genannt) im hinteren Bereich des Auges untersuchen.

Wann ist eine Pupillenerweiterung notwendig?

  • Durch die Pupille kann der Augenarzt mit einem speziellen Spiegel, dem Ophthalmoskop, in das Auge hineinsehen. Eine genaue und gründliche Untersuchung des Augenhintergrundes ist nur dann möglich, wenn die Pupille mit Augentropfen erweitert wird.
    Beim Verdacht auf folgende Augenerkrankungen ist oft eine Pupillenerweiterung nötig
  • Mit dem Ophthalmoskop kann der Arzt nicht nur Augenerkrankungen feststellen, sondern auch Hinweise auf mögliche Erkrankungen anderer Organe am Augenhintergrund geben.
  • Zu den Augenerkrankungen zählen:
    • Netzhautrisse und -löcher
    • Netzhautablösung
    • Tumore im Auge
    • Entzündungen der Netzhaut
    • Verschluss der großen Blutgefäße der Netzhaut
    • altersbedingte Makuladegeneration
  • Weitere Erkrankungen, bei denen eine Augenuntersuchung zur Diagnostik von Komplikationen sinnvoll ist:
    • Bluthochdruck bei veränderten Netzhautgefäßen
    • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) bei veränderten Netzhautgefäßen
    • erhöhter Hirndruck bei einer Vorwölbung des Sehnervs ins Auge

Spezielle Augentropfen

  • Natürlicherweise erweitert sich die Pupille in der Dämmerung und nachts, um so mehr Licht ins Auge zu lassen. So sieht man bei Dunkelheit besser. Das geschieht unwillkürlich, das heißt willentlich kann man diesen Vorgang nicht steuern.
  • Der Augenarzt verwendet spezielle Augentropfen, um die Pupillen zu erweitern. Die Augentropfen müssen 15 bis 30 Minuten einwirken, bis sich die Pupillen vollständig erweitert haben und der Augenarzt mit der Untersuchung beginnen kann. Von den Tropfen und der Pupillenerweiterung spürt der Patient nichts. Während dieser Zeit kann man wieder im Wartezimmer Platz nehmen. Trägt der Patient Kontaktlinsen, muss er sie vor dem Eintropfen entfernen, frühestens 15 Minuten nach der Anwendung darf er sie wieder einsetzen.

Das ist dringend zu beachten!

  • Durch die Pupillenerweiterung erhöht sich die Blendempfindlichkeit, da die Pupillen sich nicht verengen können. Außerdem kann man insbesondere in der Nähe nur verschwommen sehen. Deshalb ist auch das Auto- oder Motorradfahren mit medikamentös erweiterten Pupillen nicht gestattet. Darauf muss man beim Besuch des Augenarztes unbedingt achten. Die Pupillenerweiterung hält mehrere Stunden an. Während dieser Zeit ist auch das Lesen schwierig, die Orientierung im Raum ist jedoch ohne Weiteres möglich.
  • Patienten mit grünem Star (Glaukom) dürfen pupillenerweiternde Augentropfen nicht anwenden, da ein Glaukom-Anfall ausgelöst werden kann.

Durch eine Pupillenerweiterung erhält der Arzt die Möglichkeit, den Augenhintergrund besser zu untersuchen. Werden die Pupillen beim Augenarzt durch Tropfen erweitert, darf man einige Stunden nicht Auto oder Motorrad fahren. Das Sehen in der Nähe ist häufig für mehrere Stunden eingeschränkt.

Computerarbeitsplätze – was ist zu beachten?

Computerarbeitsplätze – was ist zu beachten?

Jeder Zweite arbeitet täglich mit einem Rechner. Die meisten Computerarbeitsplätze sind aber nicht richtig eingerichtet, was zu Gesundheitsproblemen führen kann.

Bildschirmarbeit belastet vor allem die Augen, beansprucht aber auch den ganzen Körper. Voraussetzungen für ein gesundes Arbeiten am Computer sind der richtige Monitor, eine optimale Beleuchtung und eine ergonomisch perfekte Sitzposition. Die Anforderungen an einen gesunden Bildschirmarbeitsplatz sind unter anderem in der Bildschirmarbeitsverordnung festgehalten.

Welchen Anforderungen muss der Monitor genügen?

  • Die Größe des Bildschirms sollte an die jeweilige Arbeitsanwendung angepasst werden. Für einfache Textverarbeitung reicht eine Bildschirmdiagonale von 15 Zoll aus, für Grafikanwendungen sollten es mindestens 20 Zoll sein. Flimmert der Bildschirm, was bei Röhrenbildschirmen häufig der Fall ist, verursacht das Augenbrennen und Kopfschmerzen. Eine ausreichend große Bildschirmdarstellung, die keine Verzerrungen zeigt, ist deshalb unverzichtbar. Die Angaben der Bildschirmdiagonale sind bei Röhrenmonitor und LCD-Display nicht direkt vergleichbar. Ein 15-Zoll-LCD-Monitor hat ein sichtbares Bild von 38 cm und entspricht einem 17-Zoll-Röhrenmonitor.
  • Die Schrift auf dem Monitor sollte aussehen wie gedruckt, das bedeutet: am besten schwarz auf weißem oder sehr hellem Grund. Der Monitor steht dann richtig, wenn sich die erste Schriftzeile etwas unterhalb der Augenhöhe befindet. Auch die Entfernung zwischen Monitor und Auge spielt eine Rolle. Sie sollte mindestens 50 Zentimeter, besser noch 70 Zentimeter betragen.

Wie wichtig ist die richtige Beleuchtung?

  • Die Beleuchtung rund um den Arbeitsplatz wirkt sich besonders stark auf die Augen aus. Mit Vorhängen oder Jalousien lässt sich der Einfall des Tageslichts regulieren. Der Raum sollte möglichst gleichmäßig ausgeleuchtet sein, zu hohe Kontraste vermieden werden. Sonst muss sich das Auge ständig neu einstellen. Auch die Ausrichtung des Monitors ist wichtig. Optimal ist das Fenster parallel zur Blickrichtung bzw. der Bildschirm im rechten Winkel zum Fenster. Wer eine Arbeitsplatzlampe benutzt, sollte sie nicht alleine, sondern immer mit der normalen Zimmerlampe anschalten.

Gutes Sehen am Computer

  • Generell sollte jeder Bildschirmarbeiter seine Augen regelmäßig vom Augenarzt überprüfen lassen. Vor allem ab 45 Jahren ist man gut beraten, sich bei Sehproblemen eine Brille zuzulegen. Um die Augen für die speziellen Sehanforderungen im Büro und vor dem Computerschirm zu korrigieren, haben einige Glashersteller spezielle Bildschirmbrillen entwickelt. Übliche Lesebrillen sind nur bedingt geeignet, da sie meist nur einen geringen Entfernungsspielraum zulassen wie z. B. das Lesen aus 40 bis 50 cm Entfernung. Der weiter entfernte PC-Bildschirm ist damit aber häufig nicht mehr scharf. Bildschirmbrillen haben eine variable Sehstärke und können für Sehentfernungen zwischen der Schriftvorlage (z. B. 40 cm) und dem Bildschirm (z. B. 80 cm) genutzt werden.

Gibt es eine optimale Sitzposition?

  • Für die Arbeit am Computer eignet sich am besten ein ergonomisch gestalteter Büroarbeitsstuhl. Er ermöglicht eine unverkrampfte Sitzhaltung und schont den Rücken. Die Rückenlehne sollte flexibel sein und jede Bewegung begleiten. Mithilfe von Armlehnen lassen sich Unter- und Oberarm entspannt im rechten Winkel zueinander aufstützen. Eine leicht nach unten geneigte Sitzfläche verbessert zudem die Arbeitshaltung.

Regelmäßige Pausen sind wichtig

  • Der Gesundheitsschutz bei der Bildschirmarbeit ist in der Bildschirmarbeitsverordnung gesetzlich geregelt. Demnach muss der Arbeitgeber die Tätigkeit am PC so organisieren, dass Beschäftigte regelmäßig Pausen machen können oder ihre Arbeit am Monitor hin und wieder durch andere Tätigkeiten unterbrechen können. Wer Probleme durch langes Sitzen oder Augenbrennen bekommt, sollte darüber unbedingt mit seinem Arbeitgeber sprechen.
  • Informationen im Internet: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (www.baua.de)

Tipps für ein augen- und rückenfreundliches Arbeiten am PC:
• Stellen Sie Ihren Bildschirm im rechten Winkel quer zum Fenster auf.
• Verwenden Sie einen Lichtschutz am Fenster, wenn Sie das Tageslicht blendet.
• Schalten Sie die Arbeitsplatzlampe immer nur gemeinsam mit dem Raumlicht ein.
• Sitzen Sie mit entspannten Schultern und halten Sie Ihren Kopf gerade.
• Halten Sie die Ober- und Unterarme etwa im rechten Winkel zueinander.
• Die Ober- und Unterschenkel stehen im rechten Winkel zueinander.

Allergische Reaktionen am Auge

Allergische Reaktionen am Auge

Besonders im Frühjahr, wenn die ersten Pollen fliegen, leiden viele Allergiker häufiger an Bindehautentzündung. Dabei können die Augen jucken und brennen. Diese allergische Form der Bindehautentzündung lässt sich gut behandeln.

Mögliche Symptome

  • Bei der allergischen Bindehautentzündung jucken die Augen, sind rot und geschwollen. Aus den Tränendrüsen läuft Flüssigkeit. Die Augen sind sehr lichtempfindlich, das Sehvermögen ist jedoch nicht eingeschränkt. In der Regel sind beide Augen betroffen.
  • Meist reagiert außer den Augen auch die Nase: Niesen, Nasenlaufen und geschwollene Schleimhäute sind die Folge. In schwereren Fällen kann es auch zu Atemnot kommen.

Verschiedene Auslöser

  • Das Abwehrsystem des menschlichen Körpers erkennt körperfremde Stoffe, die dem Organismus gefährlich werden können, und macht sie unschädlich. Bei Krankheitserregern und anderen Schadstoffen ist dies sehr sinnvoll.
  • Manchmal bekämpft das Abwehrsystem jedoch Substanzen, die dem Körper eigentlich gar nicht schaden, beispielsweise Tierhaare oder Blütenpollen. In diesem Fall spricht man von einer Allergie. Bei wiederholtem Kontakt mit diesen Stoffen reagiert das Abwehrsystem zu heftig. Ein Entzündungsprozess wird ausgelöst, der die beschriebenen unangenehmen Erscheinungen hervorruft.
  • Am Auge können viele verschiedene Stoffe zu einer allergischen Reaktion führen. Zu den häufigsten gehören:
    • Blütenpollen, z. B. beim Heuschnupfen
    • Hausstaubmilben
    • Tierhaare
  • Seltener zu einer Allergie führen:
    • Arzneistoffe, z. B. Antibiotika in Augentropfen
    • Konservierungsstoffe in Augentropfen
    • Kosmetika
    • Modeschmuck

Ursachenforschung

  • Die Diagnose „allergische Bindehautentzündung“ ist meist rasch gestellt, eine genaue Befragung des Patienten und eine Untersuchung der Augen reichen dazu aus. Nun heißt es, die Ursache herauszufinden. Hier stehen Fragen nach dem Auftreten der Beschwerden, nach Beruf, Freizeitaktivitäten, Haustieren u. a. im Vordergrund.
  • Um den Allergieauslöser herauszufinden, kann auch ein sogenannter Provokationstest durchgeführt werden. Hierfür bringt der Arzt winzige Mengen der in Frage kommenden Stoffe in die Haut ein oder auf sie auf. Kommt es an den entsprechenden Stellen zu Juckreiz und Rötung und bildet sich eine kleine Quaddel, ist der Allergieauslöser entdeckt. Im Zweifelsfall kann die verdächtige Substanz auch ins Auge getropft werden. Die Suche war erfolgreich, wenn sich das Auge rötet und Tränen absondert.

Welche Therapie hilft?

  • Am wichtigsten ist es, den Allergieauslöser zu meiden, damit die Augen gar nicht erst gereizt werden. Das ist leider nicht immer möglich. In diesen Fällen kann der Arzt wirkungsvolle Medikamente verschreiben:
    • Künstliche Tränen spülen das Auge und verringern so die Menge der Reizstoffe auf der Bindehaut.
    • Antihistaminika stabilisieren das Abwehrsystem und verhindern, dass es überreagiert.
    • Bei starken und hartnäckigen Beschwerden kann man über einen kurzen Zeitraum Kortikoide (Kortison) als Augentropfen oder -salbe anwenden.

Was kann man selber tun?

  • Um die Beschwerden zu lindern, sollte man den Kontakt zu den Allergieauslösern so gering wie möglich halten. Dazu tragen einige Verhaltensmaßnahmen bei:
    • die Augen nicht reiben, denn dadurch werden Beschwerden verschlimmert
    • häufig Hände und Gesicht waschen, um möglichst viel von den allergieauslösenden Substanzen zu entfernen
    • bei Pollenallergie getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer liegen lassen, denn davon können sich Pollen ablösen
    • bei Pollenallergie abends die Haare waschen, um darin haftende Pollen nicht auf dem Kopfkissen zu verteilen
    • spezielle Seife, Hautpflegemittel und Kosmetika verwenden

Die beste Therapie bei allergischen Reaktionen am Auge besteht darin, den Kontakt mit den allergieauslösenden Stoffen zu vermeiden. Ist dies nicht möglich, kann der Arzt wirkungsvolle Medikamente verschreiben.

Augenschutz am Arbeitsplatz

Augenschutz am Arbeitsplatz

Das Auge ist das wichtigste Sinnesorgan des Menschen. Rund 90 % der Sinneseindrücke nehmen wir mit dem Auge wahr. Ein gutes Sehvermögen trägt wesentlich zur Vermeidung von Unfällen bei. Deshalb müssen Augen regelmäßig kontrolliert, aber auch wirksam vor Verletzungen geschützt werden – vor allem im Beruf. An vielen Arbeitsplätzen besteht eine besondere Gefahr. Hier ist das Tragen des richtigen Augenschutzes besonders wichtig.

Gefahren für das Auge

  • Welchen Gefahren das Auge ausgesetzt ist, hängt vom Arbeitsplatz, der Tätigkeit und den verwendeten Arbeits- und Hilfsstoffen ab. Die Gefahrenquellen im Einzelnen:
    • Mechanische Einwirkungen: z. B. Stöße oder Stiche, aber auch Fremdkörper wie Späne, Splitter, Körner usw. können das Auge treffen und verletzen.
    • Optische Strahlung: UV-Strahlung tritt z. B. beim Schweißen, bei der Lacktrocknung, der Kunststoffhärtung oder bei medizinischen Anwendungen auf. Sie ist gefährlich für Haut und Augen. Bei der Einwirkung dieser Strahlung auf die Augen kann es langfristig zum Augenkatarakt (Grauer Star) oder kurzfristig zu Horn- oder Bindehautentzündungen („Verblitzen“) kommen. Infrarote Strahlung geht z. B. von feuerflüssigen Massen in der Metall- oder Glasindustrie aus. Sie tritt aber auch bei Schweißvorgängen auf. Sie kann Schädigungen der Netzhaut und Linse verursachen.
    • Säuren, Laugen, Lösemittel können sich im Augenwasser lösen und das Auge schwer schädigen.
    • Thermische Einwirkungen wie Hitze können über Gase oder durch Infrarotstrahlung übertragen werden und die Hornhaut reizen. Kälte,
      z. B. bei längerem Aufenthalt in kalter Witterung oder in Kühlhäusern, kann zum Tränen der Augen und zu Erfrierungen führen.
    • Biologische Stoffe wie Bakterien, Viren und Sporen können über das Auge in den Körper gelangen und Infektionen verursachen.

Augenschutz muss sein

  • Je nach möglichen Gefährdungen ist ein Unternehmen verpflichtet, den entsprechenden Augen- und Gesichtsschutz für seine Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Die Auswahl des geeigneten Augen- und Gesichtsschutzes erfolgt mit Hilfe der Berufsgenossenschaftlichen Regel „Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz“ (BGR 192). Zum Einsatz kommen Schutzbrillen, Schutzschilde, Schutzschirme oder Schutzhauben. Sie dürfen die Sicht nicht einschränken, müssen aber Gesicht und Augen ausreichend schützen.

Welcher Schutz für wen?

  • Ein Schutz gegen Gefährdungen durch optische Strahlung wird durch den Einsatz von Schutzfiltern erreicht. Bei Gas-, Löt-, und Lichtbogenschweißarbeiten sollte man Schutzbrillen mit speziellen Schweißerschutzfiltern tragen. Gegen Einwirkungen von Gasen, Dämpfen, Nebel, Rauch und Feinstaub schützen Korbbrillen, also Brillen, die das Auge komplett abdecken. Spezielle Beschichtungen oder Visiere aus Drahtgewebe sichern die Augen vor thermischen Gefährdungen, z. B. Schmelzmetallspritzern oder Gasen. Vor Bakterien und Viren schützen spezielle Korbbrillen oder Gesichtsschutzschirme mit Schutz gegen Tröpfchen bzw. Spritzer.

Was brauchen Brillenträger?

  • Beschäftigte, die eine Brille zur Korrektur ihrer Fehlsichtigkeit tragen, können diese für kurzzeitige Arbeiten mit einer Korbbrille oder Visieren kombinieren, langfristig sollten sie aber Schutzbrillen mit korrigierenden Sicherheitsgläsern einsetzen. Für eine optimale Anpassung ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Augenarzt oder Augenoptiker notwendig.

Erste Hilfe

  • Kommt es am Arbeitsplatz dennoch zu einer Verletzung der Augen, ist rasches Handeln erforderlich. Durch Spülen mit reichlich Wasser lassen sich ätzende Flüssigkeiten, Lösemittel und auch nicht festsitzende Fremdkörper aus dem Auge entfernen. Bei Verletzungen durch Säuren und Laugen gilt: Sofort das Auge spülen, um die eingedrungene Säure oder Lauge zu verdünnen und wegzuwaschen. Am besten wirkt Leitungswasser, doch falls kein Wasser greifbar ist, kann man fast jede andere Flüssigkeit verwenden, auch beispielsweise Bier oder Limonade. Nicht geeignet sind Milch oder milchhaltige Produkte, weil diese das Eindringen der Chemikalie begünstigen und das Auge zusätzlich verkleben können. Einen Fremdkörper, der noch im Auge steckt, nicht herausziehen, sondern stecken lassen. Blutet die Verletzung, sollte das Auge mit einer sterilen Kompresse abgedeckt werden. Bei allen Verletzungen sollte man umgehend einen Augenarzt aufsuchen.

Wenn Sie mit gefährdenden Stoffen arbeiten, ist Augenschutz unerlässlich. Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber notfalls darauf an. Achten Sie außerdem auf eine gute Passform der Schutzbrille.

Was ist Weitsichtigkeit (Hyperopie)?

Was ist Weitsichtigkeit (Hyperopie)?

Bei manchen Menschen ist der Augapfel zu kurz für die Brechkraft des optischen Apparats, sodass die Lichtstrahlen erst hinter der Netzhaut fokussiert werden (Weitsichtigkeit, Hyperopie). Weitsichtigen fällt es dadurch schwer, nahe Objekte klar zu erkennen.

Brechungsfehler lassen sich mit Brillengläsern aus Glas oder Kunststoff oder mit direkt auf der Hornhaut sitzenden Kontaktlinsen aus Kunststoff korrigieren. Bei der Wahl zwischen diesen verschiedenen Sehhilfen spielen praktische Gesichtspunkte, Aussehen und Tragekomfort eine Rolle.

Normalerweise brechen Hornhaut und Linse die einfallenden Lichtstrahlen und bündeln (fokussieren) sie auf der Netzhaut. Wenn ein Brechungsfehler vorliegt, gelingt es Hornhaut und Linse nicht, die Lichtstrahlen auf der Netzhaut zu bündeln. Solche Brechungsfehler lassen sich mit Brille bzw. Kontaktlinsen korrigieren.

Was ist Alterssichtigkeit (Presbyopie)?

Was ist Alterssichtigkeit (Presbyopie)?

Ab der Lebensmitte verliert die Linse zunehmend an Elastizität und rundet sich nicht mehr so stark ab. Dann kann sie sich nicht mehr so gut auf nahe Gegenstände einstellen. Dieser Vorgang bedingt die sogenannte Alterssichtigkeit (Presbyopie). Mit einer Lesebrille lässt sich diese Fehlsichtigkeit ausgleichen.

Im Alter verfärbt sich die Lederhaut (das »Weiße« im Auge) unter Umständen gelblich oder bräunlich, da sie viele Jahre lang ultravioletter Strahlung, Wind und Staubpartikeln ausgesetzt war. Besonders bei Menschen mit dunklem Teint bilden sich auch zufällig verteilte Pigmentflecken. Eine bläuliche Verfärbung deutet auf ein Dünnerwerden der Lederhaut hin.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Zahl der Schleimzellen in der Bindehaut ab. Meist wird auch weniger Tränenflüssigkeit produziert, sodass ältere Menschen häufiger unter trockenen Augen leiden.

Mit Arcus senilis (Arcus lipoides corneae) bezeichnet man eine ringförmige weißlichgraue Trübung des Hornhautrandes, die auf abgelagerten Kalzium- und Cholesterinsalzen beruht. Sie kommt bei Über-60-Jährigen häufig vor, beeinträchtigt die Sehfähigkeit aber nicht.

Einige Erkrankungen der Netzhaut treten im höheren Lebensalter häufiger auf, z. B. Makuladegeneration, diabetische Retinopathie und Netzhautablösung. Auch grauer Star (Linsentrübung) und Augentrockenheit nehmen zu.

Mit zunehmendem Alter verlieren die Muskeln, die die Lider schließen, an Kraft. Zusammen mit einer altersbedingten Erschlaffung der Lider führt dies manchmal dazu, dass sich das Unterlid nach außen stülpt (Ektropium senilis). Bei manchen älteren Menschen geht das Fettgewebe rund um die Augenhöhle zurück, sodass der Augapfel tiefer in die Augenhöhle sinkt.

Die Muskeln, die die Pupillenweite kontrollieren, werden mit zunehmendem Alter schwächer. Die Pupille wird kleiner, reagiert träger auf Licht und erweitert sich bei Dunkelheit langsamer. Daher empfinden Über-60-Jährige unter Umständen Objekte als nicht so hell, fühlen sich nachts durch entgegenkommende Autos geblendet und haben Schwierigkeiten beim Wechsel von einer gut beleuchteten in eine dunklere Umgebung. Diese Veränderungen können in Verbindung mit einem grauen Star besonders hinderlich sein.

Im Alter verändert sich die Augenfunktion noch weiter. Trotz Brille geht die Sehschärfe zurück. Die Lichtmenge, die die Netzhaut erreicht, verringert sich, sodass ältere Menschen, um genügend zu sehen, eine stärkere Beleuchtung und einen größeren Kontrast zwischen Objekt und Hintergrund benötigen. Auch Farbwahrnehmung und Tiefenschärfe lassen nach. Ältere Menschen neigen ferner verstärkt zum »Mückensehen« (Mouches volantes, französisch für »fliegende Mücken«): Dabei handelt es sich um schwarze Flecken, die im Gesichtsfeld zu treiben scheinen; sie mindern das Sehvermögen jedoch nicht.

Was ist Kurzsichtigkeit?

Was ist Kurzsichtigkeit?

Normalerweise erzeugt das Auge scharfe Bilder, da Hornhaut und Linse die einfallenden Lichtstrahlen brechen, um sie auf der Netzhaut zu bündeln. Die Form der Hornhaut ist vorgegeben, die Linse hingegen kann ihre Form verändern, um Gegenstände in unterschiedlicher Entfernung auf der Netzhaut scharf zu stellen (zu fokussieren). Wenn der Augapfel für die Brechkraft des optischen Apparats zu lang ist, werden die Strahlen vor der Netzhaut gebündelt statt auf ihr, und die Betroffenen haben Schwierigkeiten, nahe Objekte scharf zu sehen (Kurzsichtigkeit, Myopie).

Menschen mit einem Brechungsfehler sehen verschwommen. Einem kurzsichtigen Kind kann dann z. B. in der Schule das Lesen an der Tafel schwer fallen. Es ist sinnvoll, seine Augen regelmäßig untersuchen zu lassen. Im Rahmen dieser augenärztlichen Untersuchung wird die Sehschärfe anhand von Sehprobentafeln in Bezug auf die normale Sehschärfe bestimmt. Darüber hinaus werden üblicherweise auch Aspekte geprüft, die nichts mit Brechungsfehlern zu tun haben; so werden beispielsweise Gesichtsfeld und Augenbewegungen getestet. Die Augen werden zunächst getrennt, dann gemeinsam untersucht.

Brechungsfehler lassen sich mit Brillengläsern aus Glas oder Kunststoff oder mit direkt auf der Hornhaut sitzenden Kontaktlinsen aus Kunststoff korrigieren. Bei der Wahl zwischen diesen verschiedenen Sehhilfen spielen praktische Gesichtspunkte, Aussehen und Tragekomfort eine Rolle.

Normalerweise brechen Hornhaut und Linse die einfallenden Lichtstrahlen und bündeln (fokussieren) sie auf der Netzhaut. Wenn ein Brechungsfehler vorliegt, gelingt es Hornhaut und Linse nicht, die Lichtstrahlen auf der Netzhaut zu bündeln. Solche Brechungsfehler lassen sich mit Brille bzw. Kontaktlinsen korrigieren.

Optikusneuropathie

Optikusneuropathie

Die Sehzellen der Netzhaut nehmen Licht wahr und übermitteln Impulse an den Sehnerv, der diese zum Gehirn weiterleitet. Störungen im Bereich des Sehnerven und seiner Äste und in den Bereichen an der Rückseite des Gehirns, wo die visuellen Informationen verarbeitet werden (Sehrinde), können Sehveränderungen verursachen. Eine häufige Ursache für eine Sehnervenschädigung ist ein Hypophysentumor, der auf den Nerv drückt.

Unter Optikusneuropathie versteht man eine Schädigung des Sehnerven aufgrund einer Blockade seiner Blutversorgung, von Mangelernährung oder Giften.

Wenn die Blutversorgung des Teils des Sehnerven, der im Auge liegt, unterbrochen ist, kann das seine Funktion stören, und es können Sehnervenzellen absterben (ischämische Optikusneuropathie). Diese Erkrankung tritt in zwei Formen auf: nichtarteriitisch und arteriitisch.

Die nichtarteriitische ischämische Optikusneuropathie betrifft gewöhnlich Über Fünfzigjährige. Zu den Risikofaktoren gehören Bluthochdruck, Diabetes und Arteriosklerose. Selten entwickelt sich die Erkrankung bei jüngeren Menschen mit schwerer Migräne. Die arteriitische ischämische Optikusneuropathie kommt gewöhnlich bei Über-Siebzigjährigen vor. Die Blutversorgung des Sehnerven ist aufgrund einer Arterienentzündung (Arteriitis) blockiert, meist handelt es sich dabei um eine Entzündung der Schläfenarterie (Arteriitis temporalis).

Der Sehnerv kann auch durch Kontakt mit giftigen chemischen Substanzen geschädigt werden,  z. B. Blei, Methanol, Glykol (Frostschutzmittel), Giftstoffe im Tabakrauch und Arsen. Diese Form wird als Intoxikationsamblyopie bezeichnet. Eine Neuropathie des Sehnerven kann auch auf einer Mangelernährung beruhen, speziell durch einen Mangel an Vitamin B12. Dieser Sehnervenschaden kommt meist bei Alkoholkranken vor, bei denen jedoch weniger der Alkohol, als eher eine Fehl- bzw. Unterernährung die Ursache ist. In seltenen Fällen können auch Arzneimittel, wie Chloramphenicol, Isoniazid, Ethambutol und Digoxin, einen solchen Sehnervenschaden verursachen.

Ein Sehverlust kann innerhalb von Minuten bis Stunden eintreten oder sich allmählich über zwei bis sieben Tage entwickeln. Je nach Ursache sind ein Auge oder beide Augen betroffen, wobei das Sehvermögen von fast normal bis zur vollständigen Erblindung reichen kann. Geht die Sehnervenschädigung auf eine Vergiftung oder Mangelernährung zurück, sind in der Regel beide Augen betroffen. Kleine blinde Flecken im Zentrum des Gesichtsfelds vergrößern sich langsam und können bis zum vollständigen Erblinden weiterwachsen.

Rund 40 Prozent der Menschen erleben irgendwann eine spontane Besserung. Dabei sind wiederholte Anfälle auf ein und demselbem Auge außerordentlich selten. Schätzungen zufolge erkrankt das andere Auge in einem Zeitraum von fünf Jahren bei zehn bis 34 Prozent der Betroffenen.

Für die Diagnose wird der Hintergrund beider Augen mit einem Ophthalmoskop untersucht. Um die Ursache zu klären, bedarf es einer sorgfältigen Aufnahme der Krankengeschichte (Anamnese), um herauszufinden, ob der Betroffene mit giftigen Substanzen in Kontakt gekommen ist oder einen der bekannten Risikofaktoren aufweist. Besteht Verdacht auf Arteriitis temporalis, lässt sich die Diagnose anhand von Bluttests und einer Gewebeuntersuchung der Schläfenarterie erhärten.

Bei Menschen mit nichtarteriitischer ischämischer Optikusneuropathie werden Blutdruck, Blutzucker- und Cholesterinspiegel und andere Faktoren kontrolliert, die die Durchblutung des Sehnerven beeinflussen können. Bei Menschen mit arteriitischer ischämischer Optikusneuropathie aufgrund einer Arteriitis temporalis werden hohe Kortisondosen verabreicht, um einem Sehverlust im zweiten Auge vorzubeugen, der ohne Behandlung bei 25 bis 50 Prozent der Betroffenen innerhalb von Tagen bis Wochen eintritt.

Menschen mit einer Optikusneuropathie, die vom Kontakt mit giftigen Substanzen herrührt, sollten Tabak und Alkohol bzw. die jeweils krankheitsauslösende Substanz meiden. Ist Alkohol an der Entwicklung der Störung beteiligt, sollte sich der Patient ausgewogen ernähren und die fehlenden Vitamine eventuell einnehmen. Bei einer Bleivergiftung kann der Arzt eine Entgiftung mit einem Chelatbildner durchführen.

Ist der Sehnervenschaden durch Unter- oder Fehlernährung entstanden, muss der Mangel behoben werden. Ist die Ursache ein Vitamin-B12-Mangel, muss das Vitamin gespritzt werden. Weist der Sehnerv noch keine Anzeichen einer Rückbildung (Atrophie) auf, darf man erwarten, dass ein Teil des verlorenen Sehvermögens wiederkehrt.

Einige Muster, die bei Sehverlust auftreten können

Je nachdem, wo in der Sehbahn der Schaden liegt, variieren die Art und Weise des Sehverlusts.

Liegt die Sehnervenschädigung beispielsweise zwischen dem Augapfel und der Sehnervenkreuzung, kann der Betroffene auf nur diesem Auge erblinden. Ist die Sehnervenkreuzung geschädigt, verlieren beide Augen einen Teil ihrer Sehkraft – das rechte Auge verliert Sehkraft im rechten Teil seines Gesichtsfelds, das linke Auge im linken Teil.

Liegt die Störung im hinteren Abschnitt der Sehbahn, geht die Hälfte des Gesichtsfeldes, jetzt allerdings beider Augen, verloren. Man spricht von einer Halbseitenblindheit (Hemianopsie). Ist z. B. die linke Seite des Gehirns geschädigt, verlieren beide Augen die rechte Hälfte ihres Gesichtsfelds. Ursache für eine Halbseitenblindheit sind häufig ein Schlaganfall, Blutungen und Tumoren.

Die Sehbahnen

Von beiden Augen wandern Signale durch den Sehnerv. Die beiden Sehnerven treffen sich an der Sehnervenkreuzung, dem Chiasma opticum. Dort teilen sich die beiden Sehnerven und die Hälfte der Nervenfasern eines jeden Sehnervs kreuzt auf die andere Seite über. Aufgrund dieser anatomischen Besonderheit wird das Gehirn für das rechte und das linke Gesichtsfeld von den Sehnervenästen beider Seiten mit getrennten Informationen versorgt.

Stauungspapille

Stauungspapille

Die Sehzellen der Netzhaut nehmen Licht wahr und übermitteln Impulse an den Sehnerv, der diese zum Gehirn weiterleitet. Störungen im Bereich des Sehnerven und seiner Äste und in den Bereichen an der Rückseite des Gehirns, wo die visuellen Informationen verarbeitet werden (Sehrinde), können Sehveränderungen verursachen.

Bei einer Stauungspapille (Papillenödem) ist das Gewebe an der Stelle, wo der Sehnerv in das Auge übertritt, geschwollen. Grund ist meist ein erhöhter Schädelinnendruck. Dies kann das einzige Anzeichen einer sich entwickelnden Erkrankung im Bereich des Gehirns sein.

Eine Stauungspapille tritt fast immer beidseitig auf. Sie kann durch einen Gehirntumor oder -abszess, Kopfverletzungen, Gehirnblutungen, Hirn- oder Hirnhautentzündungen, Pseudotumor cerebri oder starken Bluthochdruck verursacht werden. Auch schwere Lungenerkrankungen können den Schädelinnendruck erhöhen und zu einer Stauungspapille führen.

Die Stauungspapille kann zunächst Kopfschmerzen ohne Sehbeeinträchtigung verursachen. Typische Symptome sind vorübergehende Beeinträchtigungen wie Schleiersehen oder vollkommener Sehverlust, die nur Sekunden dauern; sie treten häufig dann auf, wenn der Betroffene aufsteht oder sich hinlegt.

Zur Diagnose dient ein Ophthalmoskop. Manchmal ist auch eine Computer- (CT) oder Kernspintomographie (NMR) hilfreich, insbesondere, um die Ursache für die Stauungspapille zu finden. Im Rahmen einer Lumbalpunktion (Punktion des Rückenmarkkanals im Lendenwirbelbereich) lässt sich der Druck der Gehirn-Rückenmarkflüssigkeit (Liquor) messen. Eine Liquorprobe kann auf Anzeichen für einen Hirntumor und eine Infektion untersucht werden.

Wenn der hohe Liquordruck auf einen Hirntumor zurückgeht, wird gewöhnlich Kortison verabreicht. Entfernen lässt sich ein Tumor jedoch nur operativ. Andere Behandlungsmethoden hängen von der jeweiligen Ursache der Stauungspapille ab. So wird ein Hirnabszess entleert und es werden Antibiotika verabreicht, ein hoher Blutdruck wird medikamentös gesenkt, und eine bakterielle Infektion wird mit Antibiotika bekämpft.

Die Sehbahnen

Von beiden Augen wandern Signale durch den Sehnerv. Die beiden Sehnerven treffen sich an der Sehnervenkreuzung, dem Chiasma opticum. Dort teilen sich die beiden Sehnerven und die Hälfte der Nervenfasern eines jeden Sehnervs kreuzt auf die andere Seite über. Aufgrund dieser anatomischen Besonderheit wird das Gehirn für das rechte und das linke Gesichtsfeld von den Sehnervenästen beider Seiten mit getrennten Informationen versorgt.

Was ist Stabsichtigkeit (Astigmatismus)?

Was ist Stabsichtigkeit (Astigmatismus)?

Unter Astigmatismus oder Stabsichtigkeit versteht man eine unregelmäßige Krümmung der Hornhaut oder Linse, die dazu führt, dass parallel einfallende Strahlen nicht in einem Brennpunkt vereinigt werden.

Beispielsweise kann es sein, dass die in der Vertikalebene einfallenden parallelen Strahlen in einem Brennpunkt vereinigt werden, nicht jedoch die in der Horizontalebene oder umgekehrt. Das Problem kann in jeder beliebigen Ebene auftreten und ist oft bei jedem Auge anders ausgeprägt. Eine Person mit Astigmatismus (jedes Auge sollte separat getestet werden) sieht meist bestimmte Linien deutlicher als andere. Astigmatismus lässt sich mit einer Brille oder Kontaktlinsen korrigieren; er tritt oft gemeinsam mit Kurz- oder Weitsichtigkeit auf. Das folgende Diagramm zeigt ein Standardbild, wie es zum Testen eines Einzelauges auf Astigmatismus verwendet wird.

Brechungsfehler lassen sich mit Brillengläsern aus Glas oder Kunststoff oder mit direkt auf der Hornhaut sitzenden Kontaktlinsen aus Kunststoff korrigieren. Bei der Wahl zwischen diesen verschiedenen Sehhilfen spielen praktische Gesichtspunkte, Aussehen und Tragekomfort eine Rolle.

Astigmatismus kann allein auftreten oder zusammen mit einem der anderen Brechungsfehler.

Sehnervenentzündung

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Die Sehzellen der Netzhaut nehmen Licht wahr und übermitteln Impulse an den Sehnerv, der diese zum Gehirn weiterleitet. Störungen im Bereich des Sehnerven und seiner Äste und in den Bereichen an der Rückseite des Gehirns, wo die visuellen Informationen verarbeitet werden (Sehrinde), können Sehveränderungen verursachen. Eine häufige Ursache für eine Sehnervenschädigung ist ein Hypophysentumor, der auf den Nerv drückt.
Bei einer Sehnervenentzündung (Optikusneuritis) ist der Sehnerv irgendwo längs seines Verlaufs entzündet.

Eine solche Entzündung kann viele Ursachen haben, z. B. eine Virusinfektion (besonders bei Kindern) Impfung, Hirnhautentzündung, Syphilis, Autoimmunerkrankungen, wie multiple Sklerose, und Entzündungen im Auge, wie Uveitis. Oft ist die Ursache aber nicht auszumachen.

Eine Sehnervenentzündung tritt zwar meist einseitig auf, doch sie kann auch beide Augen befallen. Sie äußert sich in einer Sehverschlechterung, die innerhalb von ein bis zwei Tagen von einem kleinen blinden Fleck bis zur völligen Erblindung fortschreiten kann. In manchen Fällen treten Schmerzen beim Bewegen der Augen auf. Je nach Ursache verbessert sich das Sehvermögen zunächst wieder, verschlechtert sich später aber erneut.

Für die Diagnose wird getestet, ob die Pupillen normal auf Licht reagieren. Der Augenhintergrund wird mit einem Ophthalmoskop untersucht, um festzustellen, ob die Sehnervenpapille geschwollen ist. Durch Prüfung des peripheren Gesichtsfelds lässt sich feststellen, ob es in diesem Bereich zu einem Verlust des Gesichtsfelds gekommen ist. Eine Kernspintomographie (NMR) kann Hinweise auf Multiple Sklerose oder auch auf einen Tumor geben, der auf den Sehnerv drückt.

Meist bessert sich eine Sehnervenentzündung ohne Behandlung innerhalb einiger Monate. In einigen Fällen kann eine intravenöse Behandlung mit Kortison oder anderen Medikamenten die Wiederherstellung beschleunigen und das Wiederholungsrisiko senken. Wenn ein Tumor auf den Sehnerv drückt, bessert sich das Sehvermögen nach Entfernen des Tumors in der Regel wieder.

 

Die Sehbahnen

Von beiden Augen wandern Signale durch den Sehnerv. Die beiden Sehnerven treffen sich an der Sehnervenkreuzung, dem Chiasma opticum. Dort teilen sich die beiden Sehnerven und die Hälfte der Nervenfasern eines jeden Sehnervs kreuzt auf die andere Seite über. Aufgrund dieser anatomischen Besonderheit wird das Gehirn für das rechte und das linke Gesichtsfeld von den Sehnervenästen beider Seiten mit getrennten Informationen versorgt.

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